respekt ist für marken ein wunschWERT


marken verdienen ihn. lieferanten verdienen ihn. mitarbeiter verdienen ihn. kunden und gäste verdienen ihn. ja, jeder mensch verdient ihn.

die rede ist von einem wert, der in der gegenwart etwas an bedeutung verloren hat. sind es die gesellschaftlichen umstände, die freiere erziehung, der zeitdruck. sind es die immer höheren zielsetzungen. vielleicht auch eine art oberflächlichkeit die sich aus den angeführten parametern entwickelt hat. eine moderne art der gedankenlosigkeit?

der RESPEKTvolle umgang mit menschen ist ein kernwert jeder marke.

Interview ECHO



Welche Möglichkeiten bieten neue Medien, wie etwas Social Mediaplattformen, zur Markenführung?

Wir sehen hier eine spezielle Form der Kommunikation. Ein unkomplizierter Dialog von Mensch zu Mensch, von Marke zu Kunde, von Kunde zu Marke. Die grosse Herausforderung liegt im Abstrahieren des eigenen Tuns und das gemeinsame Agieren eines Markenteams. Meist trauen sich Mitarbeiter gar nicht ein Posting für die eigene Marke abzusetzen. Noch regiert die Vorsicht der Verantwortlichen und die Passivität der Mitarbeiter. Das wird sich in den nächsten Jahren verändern.
Inhaltlich gibt es neue Chancen, seine Leistungen und Produkte ins Gerede zu bringen. Wie originell das passiert, liegt an der Kreativität der Marke.

keine angst vor standpunkten

"ICH BIN DER MEINUNG ..."

das wichtigsten gleich vorweg: marken ohne standpunkte sind unverständlich, nicht greifbar, emotionslos.
in zeiten der mediengesellschaft dreht sich das rad der informationen schneller und vielfältiger. man kommt kaum mehr nach, sich mit themen auseinander zu setzen und eine meinung zu bilden. ausgenommen sind immer jene themen, die durch die persönlichen werte eine klare meinung erzeugen.

in der "jeder gegen jeden" gesellschaft liegt im beziehen klarer standpunkte eine chance. naturgemäs auch gleichermassen eine gefahr. dennoch: menschen wollen ihre zeit an orten und mit menschen verbringen, die ähnlich ticken, wo gemeinsame themen geteilt werden und so information und emotion verschmelzen.

man mag marken die immer wieder klare standpunkte beziehen als mutig bewerten. wir meinen: es ist fahrlästig, in zukunft für keine klaren standpunkte, und damit für eine klare wertewelt, zu stehen. denn meinungen erzeugen resonanz. in beide richtungen.

aber wer steht auf marken, die meinungslos sind?

unverlässliche kunden. hört man.


über jahrzehnte war der stammkunde ein wesentlicher bestandteil der einnahmen. über jahrzehnte war der stammkunde auch das stiefkind in den überlegungen vieler markenverantwortlichen.

die frage war immer: "wie komme ich zu neuen kunden?" dafür wurden die grossen budgets aufgemacht. akquise, akquise, akquise. whatelse.

diese kampfhaltung von marken sehen wir heute auch als einen ursprung für das veränderte kundenverhalten. die zeiten der grossen, nicht hinterfragten loyalität sind vorbei. langfristige bindungen? fehlanzeige. konsumenten schätzen die entscheidungsfreiheit.

geschichtsträchtige marken bekommen meist einen sympathiebonus. und die chance eines marken-mythos, den es gilt zu pflegen oder erst wieder frei zu  legen.

sich immer wieder in teilen der marke neu zu erfinden und einen aktiven dialog mit seinen fans zu führen sind heute die voraussetzung, aus der marke einen mythos entstehen zu lassen oder eben diesen mythos liebevoll zu pflegen. wer nicht interessant wirkt, ist schon am abstellgleis.

und gerade der aktive dialog schliesst auch heute wieder den kreis zum stammkunden der neuen generation. die beziehung zwischen marken & menschen entscheidet auch heute über den wert einer marke. emotional wie rational.

fazit: überprüfen sie ihre beziehungsähigkeit. und damit die konstante grösse ihrer marke.

sind wir bereit zu teilen?

das teilen von inhalten wird von vielen experten als strategisches tool der zukunft bewertet. aber sind wir menschen bereit eigenes know how und informationen zu teilen? bisher war das einzäunen des eigenen raumes vorherrschend. das hat etwas mit "besitzen" oder "das ist meins" zu tun. brauchen wir in zukunft keine zäune mehr?

warum soll sich dieses verhalten in der zukunft ändern? sind die jungen generationen da anders strukturiert? werden denkstrukturen kommunenartiger?

wenn man einen blick in die zukunft versucht, sind gravierende änderungen zu erwarten. arbeitsplätze sind nicht mehr an locations gebunden, teams betreten virtuelle räume statt firmengebäude, globalisierung steht für weltweitem informationsaustausch, das öffnen der persönlichen know how kiste wird zum kompetenzpool, werbung wird zum meinungsaustausch.

teilen wird man in zukunft auch als "sozial" (social) verstehen lernen. die menschen werden ein verstärktes bedürfnis nach "etwas zurückgeben" versprüen. getrieben von der sehnsucht nach gemeinsamkeiten. die globalisierung muss in zukunft als weltweite gemeinschaft verstanden werden. und nicht als wettkampf der kontinente oder systeme.

all die thesen würden die idee des teilens fördern. wird es laufend mehr derartige modelle geben?
frei nach dem motto: man kann, muss aber nicht teilen.

intuition als markenthema



mit dem ipad und einer vielzahl an unterschiedlichen programmen für alle alters- und interessensgruppen hat apple die intuitive seite der menschen angesprochen. faszinierend wie alle relativ einfach und schnell mit diesem produkt freude empfinden.

wo liegt bei ihrer marke das intuitive (verborgen)?

nähe hat zukunft

wie im letzten beitrag geschrieben, ist für marken der dialog mit sich selbst eine existentielle auseinandersetzung. wer sind wir? wie werden wir wahrgenommen? wie nahe sind wir den menschen, die wir als kunden bezeichnen? wie interessiert sind wir an ihrem leben, ihren interessen, ihren gefühlen und ihren bedürfnissen?
und das sind nur einige fragen, die wir uns als markenverantwortliche immer wieder fragen sollten. und? tun wir das?
genau diese auseinandersetzung mit den menschen ist die basis, um über social branding nach zu denken. oder wollen wir den menschen, die wir als kunde bezeichnen, nur unsere seite des lebens präsentieren?

fazit: das interesse an den menschen ist die basis für dialog. und damit auch der elementare grundstein für eine dialogfähige markenzukunft.